In der katholischen Kirche gehört das Glaubensbekenntnis zu den zentralen Elementen der Lehre, der Catechese und der liturgischen Praxis. Es fasst in prägnanter Form den Glauben der Christen fest, der sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Unter dem Begriff Glaubensbekenntnis der katholischen Kirche werden dabei oft mehrere verwandte Formulierungen verstanden, vor allem das Apostolische Glaubensbekenntnis und das Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis, das im lateinischen Ritus allgemein als das Credo bekannt ist. In diesem Artikel geht es um den Ursprung, die Bedeutung und die zentralen Lehren, die in diesen Bekenntnissen zum Ausdruck kommen. Gleichzeitig wird gezeigt, wie Variationen dieses Glaubensbekenntnisses die Kirchengeschichte, die Theologie und die Praxis der katholischen Gemeinschaft geprägt haben.
Ursprung des Glaubensbekenntnisses
Der Ursprung des Glaubensbekenntnisses liegt in der frühchristlichen Taufe und in der Suche nach einer gemeinsamen, verbindlichen Form des christlichen Glaubens. Bereits in den frühen Jahrhunderten entwickelte sich die Praxis, neue Christen vor ihrer Aufnahme in die Kirche eine zusammenhängende Glaubensform zu geben, die sie vor Gott und vor der Gemeinschaft bekennen sollten. Diese Bekenntnisse dienten mehreren Zwecken: Sie fassten die christliche Lehre in klaren Aussagen zusammen, sie dienten der katechetischen Anleitung der Taufbewerber, und sie stellten eine verbindliche Grundlage für die kirchliche Einheit sicher.
- Symbolum Apostolorum – oft als das Apostolische Glaubensbekenntnis bezeichnet, wird es in der westlichen Kirche auch als Symbolum Apostolorum benannt. Es bezieht sich traditionell auf die apostolische Überlieferung und wird in vielen Gemeinden bereits in der Taufliturgie verwendet. Die Formulierung ist kompakt und fokussiert auf die Kernpunkte des Glaubens, die in der Taufe bezeugt werden sollen.
- Symbolum Nicaeno-Konstantinopolitanum – das sogenannte Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis, dessen Entstehung sich auf die großen ökumenischen Konzile von Nikaia (325) und Konstantinopel (381) bezieht. In dieser Fassung wurden die Aussagen weiter ausgearbeitet, insbesondere in Bezug auf die Person Christi und die Rolle des Heiligen Geistes. In der römisch-katholischen Praxis ist diese Fassung die liturgisch maßgebliche Version.
- Die Filioque-Debatte – ein historischer Debattenpunkt innerhalb der Theologie und der Liturgie. In der westlichen (lateinischen) Tradition wird oft die Ergänzung „und vom Vater durch den Sohn“ (Filioque) aufgenommen, während die östliche Tradition dies wörtlich anders formuliert. Die katholische Perspektive berücksichtigt diese Unterschiede, geht aber in der römisch-katholischen liturgischen Praxis von der filioque-Variante aus, während die Ostkirchen andere Formulierungen verwenden. Diese Unterschiede haben im Verlauf der Kirchengeschichte eine bedeutende ökumenische Rolle gespielt.
Historisch gesehen entstand das Glaubensbekenntnis der katholischen Kirche also aus konkreten liturgischen und katechetischen Bedürfnissen und wurde durch ökumenische Beschlüsse schrittweise festgehalten. Die Formulierungen sind kein persönliches Bekenntnis einzelner Theologen, sondern eine kollektive Aussage der Kirche, getragen von der Tradition der Lehre und der gemeinsamen liturgischen Praxis. Die Catechesen in den verschiedenen Epochen nahmen kreative Anpassungen vor, behielten aber die Grundstruktur und die zentralen Aussagen bei.
Bedeutung des Glaubensbekenntnisses
Die Bedeutung des Glaubensbekenntnisses geht über das bloße Auswendiglernen von Formulierungen hinaus. Es ist ein Bezeugungs- und Bekenntniswerkzeug, das Gläubigen Orientierung bietet, wie sie Gottes Wesen, die Person Jesu Christi und das Wirken des Heiligen Geistes verstehen und weitergeben sollen. Zugleich fungiert es als Schriftzeugnis der Gemeinschaft, das die Einheit der Kirche über Zeit und Raum hinweg sichert. In der Praxis kommt diese Bedeutung in mehreren Dimensionen zum Ausdruck:
- Gemeinschaftliche Identität: Durch das gemeinsame Bekenntnis wird die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche sichtbar und spürbar. Das Glaubensbekenntnis wird in der Liturgie, in der Katechese und in persönlichen Bekenntnissen wiederholt, wodurch eine gemeinsame Identität gestärkt wird.
- Lehre und Richtung: Es dient als kompakte Zusammenfassung der zentralen Glaubenslehren. Wer das Credo kennt, hat einen Überblick über das, was die Kirche als wahr anerkennt: die Dreifaltigkeit, die Menschwerdung, das Erlösungswerk Christi, die Erlösung durch die Gnade, die Heiligkeit der Kirche, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung und das ewige Leben.
- Liturgische Struktur: In der Liturgie strukturiert das Bekenntnis die Gläubigen in einer Übereinstimmung mit der christlichen Zeitgeschichte – von der Schöpfung bis zur ewigen Vollendung. Es verbindet die Gegenwart der Gläubigen mit der Geschichte des Heils.
- Ökumenische Relevanz: Obwohl das katholische Glaubensbekenntnis in erster Linie eine katholische Lehre ist, wirkt es auch im Dialog mit anderen christlichen Konfessionen als Bezugspunkt, insbesondere wenn man die Gemeinsamkeiten zwischen Apostolischem Glaubensbekenntnis und Nicäno-Konstantinopolitanischem Glaubensbekenntnis betont.
Ein wichtiger Aspekt der Bedeutung ist die Unterscheidung zwischen dem Glaubensbekenntnis als Lehrtext und der Glaubensverkündigung, die im liturgischen Handeln des Gottesdienstes konkret wird. Das Bekenntnis ist sowohl ein intellektuelles als auch ein spirituelles Element: Es fordert die Gläubigen heraus, die Inhalte des Glaubens zu durchdenken, sie zu verinnerlichen und im Alltag entsprechend zu leben. In der katechetischen Praxis wird daher darauf geachtet, die Formulierungen so zu vermitteln, dass sie versteht und erlebt werden, nicht nur gehört oder auswendig gelernt.
Zentrale Lehrinhalte: Was sagt das Glaubensbekenntnis der katholischen Kirche?
In der katholischen Tradition wird oft zwischen dem Apostolischen Glaubensbekenntnis und dem Nicäno-Konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis unterschieden. Beide Fassungen haben denselben Kerninhalt, doch die Formulierungen unterscheiden sich in Nuancen. Im Folgenden werden die beiden Fassungen vorgestellt, gefolgt von einer systematischen Gliederung ihrer zentralen Lehren. Hierbei werden die zentralen Aussagen des Lobgesangs des Glaubens prominent hervorgehoben.
Das Apostolische Glaubensbekenntnis (Symbolum Apostolorum)
- Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer des Himmels und der Erde.
- Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn.
- Sie ist empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria.
- Er gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben; hinabgestiegen in das Reich des Todes; am dritten Tage auferstanden von den Toten.
- Aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Trechten.
- Ich glaube an den Heiligen Geist,
- die heilige katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen,
- Vergebung der Sünden,
- Auferstehung der Toten und das ewige Leben.n
Dieses Bekenntnis betont klassische christliche Lehren von der Schöpfung, der Person Jesu, dem Heiligen Geist, der Gemeinschaft der Heiligen und der Endzeit. Die Formulierungen sind bewusst knapp gehalten, damit sie in der Taufliturgie und in der Catechesis leicht vermittelt werden können. In der Praxis dient das Apostolische Glaubensbekenntnis als eine Art Grundordnung des Glaubens, die im Unterricht und in der Prüfung des Glaubens herangezogen wird.
Das Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (Credo)
- Wir glauben an einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer des Himmels und der Erde.
- Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn; er ist empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes.
- Am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
- Wir glauben an den Heiligen Geist,
- die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,
- Vergebung der Sünden,
- Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Diese Fassung versteht sich als eine umfassendere Darstellung des christlichen Glaubens, in der insbesondere die Person Christi und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes deutlicher herausgestellt werden. In der römisch-katholischen Liturgie ist das Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis die gängige Form, die in den meisten Messfeiern gesprochen wird. Die Unterschiede zwischen Apostolischem und Nicäno-Konstantinopolitanem Credo betreffen vor allem stilistische Nuancen und die detailliertere Ausführung bestimmter Lehraussagen, nicht jedoch die grundlegende Lehre von Gott dem Vater, Jesus Christus und dem Heiligen Geist.
Formen der Variation: Warum es mehrere Fassungen gibt
Die katholische Kirche unterscheidet zwischen den Fassungen, ohne dass dadurch der gemeinsame Kern des Glaubens verloren geht. Die Variation ergibt sich aus historischen, liturgischen und theologischen Gründen:
- Liturgische Nutzung: In vielen römisch-katholischen Gottesdiensten wird das Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis rezitiert, während das Apostolische Glaubensbekenntnis in bestimmten Taufeinführungen oder in bestimmten liturgischen Momenten verwendet wird.
- Theologische Unterschiede: Die beiden Fassungen spiegeln unterschiedliche theologische Schwerpunkte wider – etwa in Bezug auf die Rolle des Heiligen Geistes oder in der Betonung der Person Christi. Diese Unterschiede sind heute auch Gegenstand der ökumenischen Gespräche und der theologischen Reflexion.
- Denominationelle Traditionen: Innerhalb der katholischen Welt gibt es regionale und rite-spezifische Traditionen, die bestimmte Varianten bevorzugen oder sie in bestimmten Sprachen angepasst wiedergeben.
- Nikäno-Konstantinopolitanum als Standard: Für die lateinische Kirche ist das Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis die übliche Fassung, die in der großen Mehrheit der Messefeiern gesprochen wird, während das Apostolische Glaubensbekenntnis vielfach in Taufriten oder in bestimmten ökumenischen Kontexten zu hören ist.
Die Frage nach der richtigen Form ist daher nicht nur eine Frage der Grammatik, sondern auch der Tradition und der liturgischen Identität einer Gemeinde. Gleichwohl bleibt der Zweck des Glaubensbekenntnisses unverändert: Es dient der Klarheit des Glaubens, der Einheit in der Lehre und der Ermutigung zur persönlichen Bekenntnispraxis.
Glaubensbekenntnis im Leben der Kirche: Praxis und Katechese
Wie wird das Glaubensbekenntnis der katholischen Kirche in Praxis, Unterricht und Gottesdienst verwendet? Hier sind zentrale Punkte, die zeigen, wie dieses Bekenntnis in das Alltagsleben von Gläubigen integriert wird:
- Taufe: Das Taufritual ist eng mit dem Bekenntnis verbunden. In vielen Traditionen wird das Bekenntnis in der Taufhandlung gesprochen, begleitet von der Formulierung, dass der Getaufte in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen wird.
- Katechese: In der kirchlichen Unterweisung dient das Bekenntnis als Orientierungspunkt. Es hilft den Gläubigen, die Lehre der Kirche zu verstehen, zu leben und kritisch zu reflektieren. Dabei werden auch Begriffe erklärt, wie z. B. die Dreifaltigkeit, die Person Christi, die Sünde und die Vergebung.
- Liturgie: Im Gottesdienst, insbesondere im Hauptteil der Messe, wird das Glaubensbekenntnis gesprochen. Es dient der Einheit der Gemeinde und der liturgischen Erinnerung an den Glauben, der die Kirche ausmacht.
- Ökumenische Dimension: Das Glaubensbekenntnis bietet auch eine Grundlage für den ökumenischen Dialog. Unterschiede in den Fassungen sind Gegenstand theologischer Gespräche und interkonfessioneller Kooperation, während der gemeinsame Kern des Glaubens als verbindend bleibt.
Eine wichtige praktische Beobachtung ist, dass das Glaubensbekenntnis nicht nur als abstrakter Lehrsatz verstanden wird, sondern als Lebensbekenntnis. Wer das Credo spricht, verpflichtet sich dazu, nicht nur über Gott nachzudenken, sondern ihm zuliebe zu handeln, sich in Nächstenliebe zu üben, die Vergebung zu suchen und die Hoffnung auf das ewige Leben zu tragen. In der theologischen Ausbildung wird deshalb oft betont, dass das Bekenntnis eine Einladung zu einer persönlichen Hingabe an Gott ist, die im Alltag sichtbar werden soll.
Glaubensbekenntnis als Orientierungshilfe für Zeichen und Symbole
Das Glaubensbekenntnis der katholischen Kirche hat auch eine symbolische Bedeutung. Es ist eine Art theologische Landkarte des christlichen Glaubens, die in verschiedenen Symbolen und Ritualen sichtbar wird. Die wichtigsten thematischen Schwerpunkte lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Gott als Schöpfer: Die Allmacht Gottes und seine schöpferische Gnade sind die Grundlage aller Existenz. Die Idee der Schöpfung wird in Gottesdienst, Gebet und Kunst reflektiert.
- Jesus Christus als Herr und Erlöser: Die zentrale Rolle Jesu, seine Menschwerdung, sein Leiden, Sterben und seine Auferstehung markieren den Weg der Erlösung. Diese zentrale Wahrheit wird in der Eucharistie als Gegenwart Christi gefeiert.
- Geistliche Gemeinschaft: Der Heilige Geist wirkt in der Kirche, stärkt die Gläubigen und schenkt Gaben für das gemeinsame Zeugnis des Glaubens.
- Gemeinschaft der Heiligen: Die Verbindung zu den Heiligen, die Fürsprache der Heiligen und die Gemeinschaft der Gläubigen, die über Raum und Zeit hinweg besteht, prägt die katholische Spiritualität.
- Vergebung und Hoffnung: Die Vergebung der Sünden und die Aussicht auf das ewige Leben stehen am Ende des Glaubenspfades und motivieren die Gläubigen zu einem lebenslangen Wandel.
Glaubensbekenntnisse im ökumenischen Dialog: Gemeinsame Wurzeln und Unterschiede
Im ökumenischen Kontext ist die Frage nach dem Glaubensbekenntnis nicht nur eine Frage der Terminologie, sondern der gemeinsamen Glaubensüberzeugungen. Die großen christlichen Traditionen teilen eine Reihe von Kernüberzeugungen, die in den Bekenntnissen zum Ausdruck kommen. Zugleich gibt es Unterschiede in der Ausprägung, in der liturgischen Praxis und in theologischen Betonungen. Der ökumenische Dialog erinnert daran, dass das Bekenntnis zu einem lebendigen Prozess gehört, in dem unterschiedliche Traditionen ihre Perspektiven einbringen, um ein tieferes Verständnis des christlichen Glaubens zu fördern. In diesem Zusammenhang wird oft betont, dass die
Apostolische Glaubensbekenntnis und das Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis als zwei Formen existieren, die in ihrer gemeinsamen DNA das Fundament der christlichen Bekenntnislehre bilden.
Historische Entwicklung im Überblick
Um den Ursprung des Glaubensbekenntnisses besser zu verstehen, ist ein kurzer Überblick über die historische Entwicklung hilfreich:
- Frühchristliche Taufe und erste Formulierungen des Glaubens, die in den Taufriten allgemein verwendet wurden. Diese frühe Praxis legte den Grundstein für das spätere formale Bekenntnis.
- Konzile von Nikaia (325) und Konstantinopel (381): Hier entstand die systematische Ausformung des Glaubens, insbesondere in Bezug auf die Natur Christi und die Rolle des Heiligen Geistes. Das Ergebnis war eine stabile ökumenische Fassung, die später als Standardreferenz für das Glaubensbekenntnis diente.
- Spätere liturgische Anpassungen: In der Westkirche wurde das Credo durch die Filioque-Formel ergänzt, was zu theologischen Spannungen führte, die in der Geschichte eine bedeutende Rolle spielten. Trotz dieser Unterschiede bleibt die zentrale Botschaft des Credo unverändert.
Diese Entwicklung zeigt, dass das Glaubensbekenntnis kein statischer Text ist, sondern ein Produkt historischer Prozesse, theologischer Debatten und liturgischer Praxis. Es ist eine lebendige Lehre, die sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt hat, ohne ihren Kern zu verlieren.
Schlussbetrachtung: Die Bedeutung des Glaubensbekenntnisses heute
In der modernen katholischen Kirche bleibt das Glaubensbekenntnis eine zentrale Orientierungshilfe. Es dient dazu, den Gläubigen eine klare und verbindliche Orientierung zu geben, die über Generationen hinweg Bestand hat. Gleichzeitig erinnert es daran, dass der Glaube kein abgeschlossener Inhalt ist, sondern ein lebendiger Weg mit Gott, der sich im Alltag, in der Gemeinschaft, im Gebet und im Dienst an den Nächsten entfaltet. Die verschiedenen Fassungen, die wir kennen, zeigen die Flexibilität der kirchlichen Tradition, die Liebe zur Wahrheit und den Wunsch nach Einheit trotz der Vielfalt der kulturellen Ausdrucksformen.
Für Leserinnen und Leser, die sich näher mit dem Glauben beschäftigen möchten, bietet sich eine Auseinandersetzung mit den zwei wichtigsten Fassungen an: dem Apostolischen Glaubensbekenntnis und dem Nicäno-Konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis. Beide zusammen bilden das Fundament der katholischen Glaubenslehre und bieten eine reichhaltige Grundlage für Theologie, Katechese, Liturgie und Spiritualität. Es lohnt sich, beide Texte zu lesen, ihre Partexte zu vergleichen und die gemeinsamen Aussagen zu entdecken. Wer das Glaubensbekenntnis in seiner Tiefe versteht, gewinnt einen Blick dafür, wie die Kirche sich als Gemeinschaft von Gläubigen versteht, die in Christus verbunden ist und durch den Heiligen Geist geleitet wird.








